Hier finden Sie Texte aus der christlichen Tradition für Notsituationen.
Einige Texte sind christlich-ökumenisch, einige aus der katholischen oder der evangelischen Tradition. Wenn die Gebete aus einer bestimmten christlichen Tradition stammen, sind sie als solche gekennzeichnet (evangelisch bzw. katholisch).
Notfallgebete
Vater unser im Himmel,
geheiligt werde dein Name.
Dein Reich komme.
Dein Wille geschehe,
wie im Himmel so auf Erden.
Unser tägliches Brot gib uns heute.
Und vergib uns unsere Schuld,
wie auch wir vergeben unseren Schuldigern.
Und führe uns nicht in Versuchung,
sondern erlöse uns von dem Bösen.
Denn dein ist das Reich und die Kraft
und die Herrlichkeit in Ewigkeit.
Amen
Der Herr ist mein Hirt,
nichts wird mir fehlen.
Er lässt mich lagern auf grünen Auen
und führt mich zum Ruheplatz am Wasser.
Meine Lebenskraft bringt er zurück.
Er führt mich auf Pfaden des rechten Lebens,
getreu seinem Namen.
Auch wenn ich gehe im finsteren Tal,
ich fürchte kein Unheil;
denn du bist bei mir,
dein Stock und dein Stab,
sie trösten mich.
Du deckst mir den Tisch.
Du hast mein Haupt mit Öl gesalbt,
übervoll ist mein Becher.
Ja, Güte und Huld werden mir folgen
mein Leben lang
und heimkehren werde ich ins Haus des Herrn
für lange Zeiten.
Der Name der sterbenden Person wird genannt, dein Leben ist einzigartig und kostbar.
Gott, der dich erschaffen
und beim Namen gerufen hat,
segne dich.
Kreuzzeichen über derStirn Alles, was dir in den Sinn gekommen ist,
alles, was du gedacht und ersonnen hast,
geglaubt und erhofft,
alle Liebe, die du verschenkt hast,
sei gesegnet
durch den dreieinigen Gott.
Kreuzzeichen über denHänden Alles, was du verwirklicht und geschaffen hast,
ob geglückt oder misslungen,
sei aufgenommen
in dein Lebenswerk bei Gott.
Alle Schuld, die du auf dich geladen hast,
sei vergeben
durch den barmherzigen Gott.
Kreuzzeichen über denFüßen Alle Wege, die du gegangen bist,
die leichten und die schweren,
mögen nun münden
in Gott.
Alle Freude und alles Leid in deinem Leben,
alles, was zu Ende geht,
und auch das,
was dein Leben überdauern wird und bleibt,
sei getragen
vom lebendigen Gott.
Ihr alle, die ihr der Name wird genanntvorausgegangen seid,
ihr Heiligen Gottes,
kommt ihr (ihm) nun entgegen.
Du heiliger Engel,
nimm sie (ihn) bei der Hand,
begleite sie (ihn) durch das unbekannte Tor des Todes
und führ sie (ihn) in das verheißene Land,
in dem es keine Trauer
und keine Klage mehr gibt.
Großer Gott, aus deiner Hand
haben wir diesen Menschen empfangen,
in deine Hand legen wir der Name wird genannt jetzt dankbar zurück –
in der Hoffnung
auf ein Wiedersehen bei dir.
Im Namen des Vaters und des Sohnes
und des Heiligen Geistes.
Amen.
Ich glaube an Gott,
den Vater, den Allmächtigen,
den Schöpfer des Himmels und der Erde,
und an Jesus Christus,
seinen eigeborenen Sohn, unseren Herrn,
empfangen durch den Heiligen Geist,
geboren von der Jungfrau Maria,
gelitten unter Pontius Pilatus,
gekreuzigt, gestorben und begraben,
hinabgestiegen in das Reich des Todes,
am dritten Tage auferstanden von den Toten,
aufgefahren in den Himmel;
er sitzt zur Rechten Gottes, des allmächtigen Vaters;
von dort wird er kommen,
zu richten die Lebenden und die Toten.
Ich glaube an den Heiligen Geist,
die heilige christliche Kirche,
Gemeinschaft der Heiligen,
Vergebung der Sünden,
Auferstehung der Toten
und das ewige Leben.
Amen.
Ich glaube an Gott,
den Vater, den Allmächtigen,
den Schöpfer des Himmels und der Erde,
und an Jesus Christus,
seinen eigeborenen Sohn, unseren Herrn,
empfangen durch den Heiligen Geist,
geboren von der Jungfrau Maria,
gelitten unter Pontius Pilatus,
gekreuzigt, gestorben und begraben,
hinabgestiegen in das Reich des Todes,
am dritten Tage auferstanden von den Toten,
aufgefahren in den Himmel;
er sitzt zur Rechten Gottes, des allmächtigen Vaters;
von dort wird er kommen,
zu richten die Lebenden und die Toten.
Ich glaube an den Heiligen Geist,
die heilige katholische Kirche,
Gemeinschaft der Heiligen,
Vergebung der Sünden,
Auferstehung der Toten
und das ewige Leben.
Amen.
Ich bekenne Gott, dem Allmächtigen
und allen Brüdern und Schwestern,
dass ich Gutes unterlassen
und Böses getan habe –
ich habe gesündigt
in Gedanken, Worten und Werken –
durch meine Schuld, durch meine Schuld,
durch meine große Schuld.
Darum bitte ich die selige Jungfrau Maria,
alle Engel und Heiligen
und euch, Brüder und Schwestern,
für mich zu beten bei Gott, unserem Herrn.
Gegrüßet seist du, Maria, voll der Gnade,
der Herr ist mit dir.
Du bist gebenedeit unter den Frauen,
und gebenedeit ist die Frucht deines Leibes, Jesus.
Heilige Maria, Mutter Gottes,
bitte für uns Sünder
jetzt und in der Stunde unseres Todes.
Amen.
Bei Lebensgefahr, besonders wenn es sich um akute Lebensgefahr handelt, kann jede Christin und jeder Christ – nach katholischem Verständnis sogar jeder Mensch, der die rechte Absicht hat – einem anderen Menschen die Taufe spenden.
Für die Taufe wird Wasser benötigt.
Wer tauft, spricht die folgenden Worte und segnet dabei den Täufling mit dem Zeichen des Kreuzes:
Herr Jesus Christus, nimm der Name des Täuflings wird genannt an in deiner Barmherzigkeit.
Mit der Hand wird das Wasser dreimal über die Stirn des Täuflings gegossen mit den Worten:
Der Name des Täuflings wird genannt, ich taufe dich
im Namen des Vaters
und des Sohnes
und des Heiligen Geistes.
Anschließend wird das Gebet „Vater unser“ gesprochen:
Vater unser im Himmel,
geheiligt werde dein Name.
Dein Reich komme.
Dein Wille geschehe,
wie im Himmel so auf Erden.
Unser tägliches Brot gib uns heute.
Und vergib uns unsere Schuld,
wie auch wir vergeben unseren Schuldigern.
Und führe uns nicht in Versuchung,
sondern erlöse uns von dem Bösen.
Denn dein ist das Reich und die Kraft
und die Herrlichkeit in Ewigkeit.
Amen.
Kommt herzu, ihr Heiligen Gottes,
eilt ihr/ihm entgegen, ihr Engel des Herrn.
Nehmt auf ihre/seine Seele
und führt sie hin vor das Antlitz des Allerhöchsten.
Christus nehme dich auf, der dich berufen hat,
und in das Himmelreich sollen Engel dich geleiten.
Nehmt auf ihre/seine Seele
und führt sie hin vor das Antlitz des Allerhöchsten.
Herr, gib ihr/ihm die ewige Ruhe,
und das ewige Licht leuchte ihr/ihm.
Nehmt auf ihre/seine Seele
und führt sie hin vor das Antlitz des Allerhöchsten.
Ich glaube, dass Gott aus allem, auch aus dem Bösesten, Gutes entstehen lassen kann und will. Dafür braucht er Menschen, die sich alle Dinge zum Besten dienen lassen.
Ich glaube, dass Gott uns in jeder Notlage so viel Widerstandskraft geben will, wie wir brauchen. Aber er gibt sie nicht im Voraus, damit wir uns nicht auf uns selbst, sondern allein auf ihn verlassen. In solchem Glauben müsste alle Angst vor der Zukunft überwunden sein.
Ich glaube, dass auch unsere Fehler und Irrtümer nicht vergeblich sind, und dass es Gott nicht schwerer ist, mit ihnen fertig zu werden, als mit unseren vermeintlichen Guttaten.
Ich glaube, dass Gott kein zeitloses Fatum ist, sondern dass er auf aufrichtige Gebete und verantwortliche Taten wartet und antwortet.
